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Die ersten Schritte im Todesfall

Es ist immer ein Schock, wenn ein naher Angehöriger verstirbt, selbst wenn man dies aufgrund einer Krankheit womöglich erwartet hat. Trauer und Schmerz drohen einen zu überwältigen, aber dennoch muss man die Kraft aufbringen, sich um organisatorische Dinge zu kümmern. Einige davon sind zwingend vorgeschrieben und erlauben keinen Aufschub, bei anderen Angelegenheiten kann man sich etwas mehr Zeit lassen. Etliches kann man aber auch an einen Dienstleister, wie etwa einen Bestatter, delegieren, wenn man selbst die Zeit oder Kraft nicht findet.

Arzt und Todesbescheinigung

Stirbt ein Angehöriger zu Hause, ist als erstes ein Arzt zu verständigen, der die Todesbescheinigung ausstellt. Dies kann der Hausarzt sein; sollte dieser nicht erreichbar sein, kann man einen Notarzt verständigen. Er wird eine Leichenschau vornehmen und versuchen, die Todesursache festzustellen. Erfolgte der Tod durch einen Unfall, ein Delikt oder einen Suizid, muss zusätzlich die Polizei verständigt werden.

Wenn der Angehörige in einem Krankenhaus, Heim oder einer staatlichen Einrichtung, wie einem Gefängnis, verstarb, so kümmert sich die Institution um die Erlangung der Todesbescheinigung.

Meldung bei der Behörde

Binnen zweier Tage muss der Todesfall bei den Behörden gemeldet werden. Die zuständige Behörde kann das

  • Zivilstandsamt des Sterbeortes oder
  • Bestattungsamt am Wohnort des Verstorbenen sein.

Es sind – falls vorhanden – folgende Unterlagen mitzubringen:

  • Todesbescheinigung oder Todesmeldung des Arztes
  • Familienbüchlein / Schriftenempfangsschein
  • Personalausweis / Niederlassungsbewilligung

Beim Zivilstandsamt wird daraufhin die Todes- oder Sterbeurkunde ausgestellt, die für verschiedene Zwecke benötigt wird. Die Adressen der zuständigen Behörden kann man den offiziellen Seiten der Bundesverwaltung oder der Heimatgemeinde entnehmen.

Organisation der Bestattung

Die Wartezeit bis zu einer Bestattung beträgt in der Regel zwei Tage, und sie kann erst nach der Meldung bei den Behörden erfolgen. Die Formalitäten und Abläufe sind regional unterschiedlich geregelt, daher sollte man die Details mit dem zuständigen Beamten des Zivilstands- oder Bestattungsamtes besprechen. Insbesondere geht es um

  • Die Auswahl von Bestattungsort und Termin
  • Die Überführung des Verstorbenen vom Sterbeort zum Bestattungsort
  • Die Art der Bestattung (Erd- oder Feuerbestattung)
  • Die Gestaltung der Feier (religiös, konfessionslos)
  • Den Urnen- oder Sargwunsch

Man sollte sich auf jeden Fall erkundigen, welche Leistungen kostenfrei sind – viele Gemeinden bieten ihren Bürgern eine kostenlose Erd- oder Feuerbestattung an. Wenn es zu anstrengend oder zu aufwändig erscheint, die Details der Bestattung selbst zu organisieren, kann man diese Aufgabe natürlich auch an ein Bestattungsinstitut delegieren. Hier sollte man sich vorher über die Kosten informieren und eine Offerte einholen.

Information anderer Personen

Damit alle Personen an der Bestattung teilnehmen können, die man dabeihaben möchte, müssen sie möglichst schnell kontaktiert werden. Nahestehende verständigt man telefonisch, weiter entfernte Bekannte kann man schriftlich vom Todesfall in Kenntnis setzen. Auf jeden Fall sollte man den Todesfall wichtigen Personen, wie zum Beispiel dem Arbeitgeber, zeitnah melden. Auch die Themen «Todesanzeige» und «Einladungen zur Bestattung» sollten so bald wie möglich erledigt werden.

Zudem müssen unter Umständen Massnahmen ergriffen werden, um die Versorgung von Kindern, Haustieren oder Pflanzen zu regeln. Manchmal kann dies ein freundlicher und hilfsbereiter Nachbar tun, sonst muss man jemand anderen organisieren und eventuell auf einen professionellen Dienstleister zurückgreifen.